Eine kurze Geschichte von Pamukkale & Hierapolis
Die Sinterterrassen von Pamukkale entstanden über Hunderttausende von Jahren: Kalkreiches Thermalwasser trat aus der Erde, kühlte ab und lagerte weiches weißes Calciumcarbonat ab, das langsam zu den strahlenden Terrassen erstarrte, die wir heute sehen. Schon in der Antike zog es die Menschen wegen ihrer Heilkraft zu diesen warmen Mineralquellen.
Um 190 v. Chr. gründeten die hellenistischen Könige von Pergamon auf dem Plateau über den Terrassen die Kurstadt Hierapolis. Unter römischer Herrschaft blühte sie als berühmter Kurort mit prächtigen Thermen, einem großen Theater, Tempeln und einer der größten antiken Nekropolen Anatoliens. Ein schweres Erdbeben im Jahr 60 n. Chr. zerstörte einen Großteil der Stadt, die anschließend im eleganten römischen Stil wiederaufgebaut wurde, dessen Ruinen noch heute stehen.
In byzantinischer Zeit wurde Hierapolis zu einem bedeutenden christlichen Zentrum, verbunden mit dem Apostel Philippus, der hier den Märtyrertod gestorben sein soll. Nach wiederholten Erdbeben wurde die Stadt bis zum 14. Jahrhundert allmählich verlassen und langsam von den weißen Sinterterrassen zurückerobert. 1988 wurden Pamukkale und Hierapolis gemeinsam in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen — geehrt für ihre außergewöhnliche Naturschönheit und ihre kulturelle Bedeutung.